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Schön und entspannt durch die Wechseljahre

Leider gelten Themen die den weiblichen Zyklus betreffen immer noch als Tabu und das obwohl über die Hälfte aller Menschen davon betroffen ist. Dabei kennen die meisten von uns doch nur zu gut die Pickel, Krämpfe, Rückenschmerzen, Stimmungsschwankungen und die vielen, vielen anderen Symptome, mit denen wir regelmässig kämpfen. Was wir früher oder später auch alle am eigenen Leib erfahren werden ist konsequenterweise also die Menopause, die nochmals ganz andere Beschwerden hervorrufen kann. Was dagegen hilft und wie ihr gelassen durch die Wechseljahre geht, zeigt euch Renate.



Menopause kurz erklärt

Menopause, Klimakterium, Abänderung… Verschiedene Wärter für dasselbe Thema, das manche leider immer noch meiden, wie der Teufel das Weihwasser und mit dem man sich erst befasst, wenn frau betroffen ist.
Ein sicheres Zeichen, dass nun eben diese Abänderung passiert, ist, dass die Menstruation unregelmässig wird und dann ganz ausbleibt.
Die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen (sorgt für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut) und Progesteron (bereitet die Gebärmutter auf die Einnistung des Eies vor) nehmen dadurch ab und die Reduktion dieser Hormone kann viele verschiedene Folgen haben: Hitzewallungen, Schlaf- und Stimmungsstörungen, trockene Schleimhäute und Gewichtzunahme, weil der Stoffwechsel verlangsamt ist. Auch die Gefahr an Osteoporose (Knochenschwund) zu erkranken nimmt zu.
Das mag sich alles schrecklich anhören, ist es aber oftmals gar nicht. Der erste positive Punkt: Keine Tage mehr, keine Bauchschmerzen, keine Tampons mehr mit sich rumtragen, keine Angst vor Flecken auf der Hose! Das ist eine Freiheit, die ich sehr geniesse. Und auch sonst müssen die Wechseljahre nicht so schlimm verlaufen, wie einem das manchmal weisgemacht werden will und es gibt verschiedene Massnahmen, mit denen es gelingt, einfacher durch diese besondere Zeit zu kommen.
Die Menopause ist nämlich keine Krankheit sondern eine Lebensphase. Zwei Drittel aller Frauen haben übrigens sehr wenige Symptome.
Es hilft, sich nicht verrückt zu machen und gelassen damit umzugehen – wie eigentlich immer im Leben.
Abgesehen von einer guten Portion Gelassenheit gibt es aber natürlich noch mehr hilfreiche Tipps:


Gegen Hitzewallungen

  • Ein Fächer um sich mit Frischluft etwas runter zu kühlen.
  • Schichtenlook: Mehrere dünnere, lockere Kleidungsstücke übereinander tragen, dann kann man je nachdem etwas ausziehen oder wieder anziehen.
  • Salbeitee trinken, damit man nicht so stark schwitzt. Wer den Geschmack von Salbei nicht mag, kann auch Dragees einnehmen.


Gegen Schlafstörungen

  • Vor dem Schlafengehen ein Glas Milch mit Honig trinken.
  • Autogenes Training und Muskelentspannung nach Jacobsen hilft mir persönlich zum Beispiel sehr, da gibt es auch CDs oder Apps, die einen durch die Entspannung führen. 
  • Auch Yoga fördert die Entspannung und wirkt so Schlafstörungen entgegen.
  • Alle technischen Geräte aus dem Schlafzimmer verbannen.
  • Sich nicht verrückt machen, ruhig bleiben, aufstehen, etwas lesen und dann wieder versuchen zu schlafen.
  • Es gibt auch pflanzliche Mittel, wie Hirtentäschel, Melisse (für Entspannung) Johanniskraut (Stimmungsaufheller) und Salbei (gegen das Schwitzen)
  • Wenn alles nicht hilft, kann der Arzt Hormone verschreiben, die helfen den Übergang einfacher zu gestalten.

Meine ganze Schlafroutine findet ihr übrigens auch auf dem Blog.


Gegen Stimmungsschwankungen

  • Sport ist ein hervorragendes Mittel gegen Stimmungstiefs. Ich liebe es beispielsweise zu joggen, denn dann bin ich in der Natur und habe gleich den doppelten Glücks-Effekt. Das Draussensein ist heilsam und tut auch der Seele gut.
  • Zeit für sich nehmen. Man hat als Mutter, Ehefrau und Tochter nun genug getan für seine Kinder, seine Eltern und sein Umfeld. Jetzt ist es auch mal Zeit, sich selber Gutes zu tun. Vielleicht gibt es auch neue Hobbys zu entdecken?
  • Johanniskraut und Vitamin B12 unterstützen das Nervensystem.
  • Die Welt erkunden, in ferne Länder oder an Orte reisen, die man schon immer sehen wollte. Jetzt ist die Zeit dafür!


Trockene Schleimhäute

  • Es gibt Kapseln mit Öl, die man einnehmen kann. Auch Cremes und Gel werden angeboten, und man kann sich immer auch an den Frauenarzt wenden.


Gewichtszunahme

Frauen verbrauchen in dieser Phase 25% weniger Kalorien alsmit 25 und nehmen deshalb oft zu während der Menopause.

  • Ernährungsberater empfehlen eine ausgewogene und ausreichend proteinreiche Ernährung, um die Muskelmasse zu halten. Erbsen, Linsen, Fisch oder weisses Fleisch sind gute Proteinlieferanten. Vermeiden sollte man Lebensmittel mit hoher Energiedichte wie Pizza, Hamburger, weisses Brot, Süsses…
  • Auch Sport ist hier ein Garant, um nicht zuzunehmen. Die besten Beautybegleiter für Sportskanonen dafür habe ich euch ja schon vorgestellt


Osteoporose

Vitamin D und Zink tragen zur Erhaltung der Knochen bei. Auch hier ist wieder Bewegung die Grundlage zur guten Vorbeugung.

Eines möchte ich euch Frauen zusätzlich ans Herz legen: Seid weiterhin weiblich, putzt euch raus, schminkt und pflegt euch, wenn ihr Freude daran habt - ihr müsst euch nicht verstecken. Geniesst den neuen Lebensabschnitt mit neuen, tollen Inhalten. Lebt und liebt das Frausein weiterhin, auch in der neuen Lebensphase. Spätestens jetzt ist es Zeit, an euch selbst zu denken und behaltet immer im Hinterkopf, dass die Beschwerden nach ein paar Jahren wieder zurückgehen werden.

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